Lied vom Sunntig – Carl Michael Bellmann


Bim ne Wätter wie hüt wänd alli an See
Oder mindeschtens abe an Fluss
Häsch abgmacht mit dim Schatz am Viertel vor Eis
Etz chunt si und git dir en Chuss
Wän s Läbe bi üs nur immer so wär 
Dänn wär üses Läbe nur halb so schwär
D Sunne schiint und de Himmel isch blau
Am Gotthard schtönd d Auto im Schtau

Si wett mit dir an e Fäscht am See
Döt känni si zimlich vill Lüüt
Du hetsch es lieber nid eso schträng
Und trinke wotsch sowiso nüüt
Si luegd dich so lieb aa und lachet debii
Wie im Film, es chönt nid schöner sii
Dis Auto häsch au nid wiit wäg parkiert
Ir gönd, du bisch liecht irritiert

Vo Wiitem schmöckt me de Rauch vomne Füür
Vill Lüüt wot nid känsch, s wird dir zvill
Vill z Ässe uf de Tisch und uusgsuechts Gschirr
Und z Trinke so vill me nu will
Di einte sind meini scho plodervoll
Hocked im Schatte und findets toll
Und anderi ränned – und alli händs gsee
Gwüss näcktig in lauwaarme See

Wo bliibt nur din Schatz – s hät si neemerd gsee
Bisch müed und bedient, wettisch hei
Chasch no faare, momoll, da sötti no goo
Und wänns si mo, dänn faarsch au elei
Si waarted bim Auto und faucht wie ne Häx
Etz zügig vom Acker, vill z schnäll underwägs
S chunt eine vo Rächts wie e aagschtochni Sau
Am Gotthard schtönds wiiter im Schtau

Übersetzung/Interpretation von “Ulla Winblads Landpartie”
Friedemanns Epistel Nr. 80 von Carl Michael Bellmann