Eine Belgierin und sechs Berner, der Gruppenname MIXTÜÜR ist ihnen zugleich Programm: die rein instrumentale LP ist eine Mischung von Themen aus Irland, der Bretagne, Osteuropa und dem Balkan, interpretiert mit den Mitteln von Jazz, Funk und Rock. Eine originelle, eigenständige Mixtur, geprägt von viel Spielfreude: „guet glade isch halb gfahre“.

80’s swiss privat-label press of electric Folk-Rock album by native band; …a mix of trad anglo acres ’n jazzy Fusion grits; all instrumental; full combo sound.

Album title is „Guet Glade“ on the cover and „guet glade isch halb gfahre“ on the label.

 

 
Dann gab es mal den “CITROEN. TRACTION . AVANT . CLUB” mit eigener Clubzeitschrift.
Und da war in der Ausgabe 3/1985 unter PLATTENBESPRECHUNG:
“GUET GLADE (ISCH HALB GFAHRE)·, VON MIXTUUR zu lesen:

In der regel kaufe ich platten wegen der musik. den umschlag beachte ich wenig
bis gar nicht. Bei der hier war es allerdings anders – muss ich noch mehr sagen?
Mixtüür ist eine schweizerische gruppe, die aus 7 leuten und einigen mitläufern
besteht. Sie verwenden instrumente, die für den normalverbraucher eh er unbekannte
grössen sind. z.b. violectra (eine fünfsaitige elektrische violine),
elektrische mandoline. bodhran (?), halszither und so weiter. Ihre musik ist –
daher wahrscheinlich auch der name der gruppe – ein gemisch aus folk unterschiedlicher
herkunft. vor allem aus irland und auch rumänien, funk, rock und
jazzrock. Meinem geschmack entspricht nicht alles (kunststück. ich habe ja die
platte gar nicht wegen der musik erstanden). einige sachen wie z.b. ROTZGRIFF
oder NOVEMBER sind aber ganz schön fetzig.

Die pressung ist – wenn ich mir bei meinem immerhin schon zehn jahre alten
plattenkratzer überhaupt ein urteil erlauben darf – einwandfrei, und der klang
(auch der livesound vom laverda 1200 und des unkenchors vom niederried) ist
recht amächelig.

Also: eine platte vor allem zum anschauen. zum hören ist sie aber auch nicht
schlecht.